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  • 25Mär
    Tamil Nadu Comments Off

    Mamallapuram & Chennai
    Unglaublich, da dachten wir wirklich, dass uns nach fast 6 Monaten in diesem Land nichts mehr so richtig schocken kann und dann erleben wir das doch noch in Chennai kurz vor unserer Abreise!! Echt heftig!

    Und es ist schon komisch hier in Tamil Nadu ständig den Ozean vor Augen zu haben, aber dann weder am Strand liegen zu können noch ins Wasser gehen zu können! Es ist hier alles sehr dreckig, weil einfach immer zu viele Menschen einfach die große Ozean-Toilette benutzen…Oft genug geschah dies auch, wenn wir gerade direkt daneben saßen oder entlanggingen.

    In Mamallapuram war dann der Strand voll von Puma-Fischerbooten, die hier aufgrund der katastrophalen Schäden des 2004/2005 Tsunamis von Puma gesponsort worden…

    Während unserer Zeit da haben wir anscheinend gerade die ersten Vorboten der Monsoon-Zeit erlebt! Es regnete wie aus Eimern. Gerade in Chennai (von wo aus wir dann auch nach SIN geflogen sind) war es noch mal so schlimm, dass wir nach 1,5 Tagen die einzige Retour während unseres ganzen Indien Aufenthaltes machen mussten, und wieder ein paar Stunden gen Süden gefahren sind.

    Durch die monsoonartigen Regenfälle ist in Chennai die Kanalisation übergelaufen, so dass die ganze Scheiße von 4 (!!!) Millionen Menschen durch die Abwasserrinnen wieder auf die Straßen gelaufen ist. Das kann man sich nicht vorstellen.

    Zu dem wirklich nicht in Worte zu fassenden Gestank kam dann auch noch, dass die Stadt ein einziger Slum war. Die Leute bzw. deren Schlafvorrichtungen haben die Straßen gesäumt und die Leute haben unter Plastiktüten Ihre Neugeborenen Babys auf einem Stück Pappe direkt neben die Fahrbahn gelegt, dass wir beim Aussteigen aus der Rikshaw fast auf kleine liegende Babys getreten wären. Der absolute Horror!!

    Das fühlt sich schon komisch an, wenn man bedenkt, dass wir in wenigen Tagen einfach raus ins saubere und ordentliche Singapur fliegen und ein Großteil der indischen Milliarde wahrscheinlich nie aus diesem Dreck rauskommen kann…

    Straßenszene in Chennai / Madras

    Straßenszene in Chennai / Madras

    Straßenszene in Chennai / Madras

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  • 19Mär

    Matrimandir in AurovillePondicherry und der Beinschmuggel
    Auf unserer Fahrt nach Pondicherry (einer französischen Enklave – in der wir uns nur schwer daran gewöhnen konnten auf einmal französisch sprechende Inder um uns zu haben) haben wir dann ganz was Verrücktes erlebt:

    Auf einmal hat der Bus in dem wir nun schon einige Stunden durch die Gegend geschaukelt sind angehalten und es sind ein paar Männer in den Bus gestürmt (unter anderem ein Polizist) und haben wie wild auf den Fahrer eingebrüllt!

    Aus anscheinend gruppendynamischem Instinkt, haben sofort die restlichen Passagiere mitgebrüllt, sodass die ganze Situation äußerst ansgteinflößend wurde! Wir dachten jeden Moment durchs Fenster ins Freihe fliehen zu müssen, aber dann hat sich der Busfahrer hingegeben und ist mit dem Polizisten und den anderen Männern weggegangen!

    Die Frau die neben uns saß (die einzige die überhaupt 1 Wort englisch gesprochen hat), hat dann zu uns gesagt “One leg is missing!” , als wir wissen wollten, was das Problem sei!! (…)

    Wir haben dann noch xmal nachgefragt, wessen Bein das sein sollte und wo das Bein war, da sagt sie nur “One suitcase missing!” Wir haben anscheinend immer verwunderter dreingeschaut, denn schließlich kam sie mit der Erklärung und flüstert uns, nachdem sie sich absichernd umgeschaut hat, dass auch niemand mithört, “Smuggling!” zu!!!

    ???

    Aha, dann hat also jemand ein Bein in einem Koffer geschmuggelt und der ist jetzt verschwunden!!!

    Verdammt, und was kann der Busfahrer dazu? Hat er das Bein etwa geschmuggelt ??? Wir haben leider keine weiteren Informationen aus einem der Mitreisenden rausbekommen. Nach ca. 15 min kam dann der Busfahrer zurück und er war zum Glück unversehrt und die Fahrt setze sich fort als wäre nichts passiert! Später kam dann der Fahrkartenkontrolleur rum und wollte Unterschriften für den Busfahrer sammeln! Aber auch er konnte uns nur den Block hinhalten und auf den Fahrer zeigen!

    Da kann man doch nur noch mit dem Kopf schütteln, oder? Wo erlebt man bitte sonst noch eine Busfahrt, wo einem ein Koffer mit einem geschmuggelten Bein abhanden kommt???

    Auroville - „Stadt der Morgenröte“
    Von Pondicherry haben wir einen interessanten Moped-Ausflug nach Auroville, etwa 12 Kilometer entfernt, gemacht.
    In der “internationalen Gemeinschaft von Auroville” leben derzeit über 1.800 Einwohner aus 38 verschiedenen Nationen. Dabei stellen die größten Bevölkerungsanteile die Inder (>700), die Franzosen (ca.300) und die Deutschen (>200).

    Nach 1945 konzipierten der indische Politiker, Philosoph, Hindu-Mystiker, Yogi und Guru Sri Aurobindo und seine spirituelle Partnerin Mira Alfassa (bekannt als The Mother / Die Mutter) Pläne für das Modell Aurovilles. Leider verstarb Sri Aurobindo vorzeitig und somit führte „The Mother“ dieses Vorhaben alleine weiter.

    Die in Paris geborene Mirra Alfassa war übrigens der erste Mensch aus dem Westen, der in Indien als Guru verehrt wurde. Respekt!
    Gemeinsam mit der indischen Regierung wurde das Konzept „einer universellen Stadt“ auch der UNO präsentiert. 1966 beschloss die UNESCO schließlich eine Resolution, in der die Anerkennung und die Unterstützung des Projektes erklärt wird.

    Auroville soll einen Platz auf Erden darstellen, der keinem Staat und keiner Regierung verpflichtet ist. Alle gutgesinnten Menschen sollen in ihr einen Platz finden, wo sie ein Leben in geistiger Freiheit, Frieden und Harmonie und der bewussten Selbstentwicklung als freie Weltenbürger leben können.

    Die Eröffnungs- und Einweihungszeremonie am 28. Februar 1968 wurde vom indischen Präsidenten und Repräsentanten aus 124 Nationen und 23 Indischen Staaten begleitet, die, um das „universelle“ bzw. „planetare Eigentum“ zu symbolisieren, Erde aus ihren Heimatländern brachten und im Zentrum der Stadt in eine eigens dort für diesen Zweck errichtete, einfache Urne aus weißem Marmor gaben und versiegelten. Rund um die Urne entstand der Versammlungsplatz für die Stadtgemeinschaft und direkt daneben der Matrimandir (ind. Tempel der Mutter).

    In dieser Meditationshalle, befindet sich übrigens der größte Kristall der Welt mit 70 cm Durchmesser. Sonnenstrahlen werden durch Spiegel gebündelt und in die Mitte dieses Kristalls gelenkt. Fast so wie in unserem Bundestag ;-))

    Die Charta Aurovilles
    Anlässlich dieser Gründungsfeierlichkeiten verlas *Mira Alfassa die 4-Punkte-Gründungsurkunde Aurovilles, die ihre Vision von Integralem Leben und Zusammenleben dokumentiert:

    1. Auroville gehört niemandem im besonderen. Auroville gehört der ganzen Menschheit. Aber um in Auroville zu leben, muss man bereit sein, dem Göttlichen Bewusstsein zu dienen.
    2. Auroville wird der Ort einer Erziehung ohne Ende, ständigen Fortschritts und einer Jugend sein, die niemals altert.
    3. Auroville möchte die Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft sein. Durch Nutzung aller äußeren und inneren Entdeckungen wird Auroville zukünftigen Verwirklichungen kühn entgegenschreiten.
    4. Auroville wird der Platz materieller und spiritueller Forschung für eine lebendige Verkörperung einer wirklichen menschlichen Einheit sein.



    Stadtanlage
    Die Stadt Auroville ist in ihrer Form einer Spiralgalaxie nachempfunden. In ihrer Mitte steht das spirituelle Zentrum, das “Matrimandir” und die vier Stadtsektoren, jeweils mit einem Nutzungsschwerpunkt – Kultur, Internationalität, Industrie und Wohnbereich – erstrecken sich davon strahlenförmig über eine Fläche von 25 km², wovon bis jetzt (Stand: 2006) erst 10 km² verwirklicht wurden.

    Das Projekt selbst befindet sich noch im Stadium einer Experimentalstadt. Es stellt den kollektiven Versuch der Realisierung einer Stadtutopie dar, mit neuen Wohn- und Lebensbedingungen zu experimentieren. Darüber hinaus werden andere Formen des sozialen Zusammenlebens durch größere Gemeinschaften (communities) entwickelt. Verschiedene Projekte forcieren die Nutzung alternativer Energiequellen. Zudem wird seit einigen Jahrzehnten wegen der gebietsweise starken Erosion ein für Indien vorbildliches Wiederaufforstungsprogramm durchgeführt.

    Das Leben in Auroville
    Da wir ja nicht gerade von der „Leben-im-Ashram-Sorte“ sind, waren wir glücklich von Hänki doch einige Insider-Infos über das Leben in Auroville zu bekommen:
    „Es gibt mindestens an drei zentralen Orten Kurse rund um Heilung und Tanzen (von den verschiedendsten Formen des Yoga, Caipoera, Pilates, Tai Chi bis hin zum afrikanischer Fitnesstanz bzw. Schwitztanz), Schwimmbecken, westliche Restaurants und Cafés, Läden um Produkte von und über Auroville zu kaufen, ein Stückchen Strand, Einführungsprogramme über Auroville (was ist das überhaupt und wieso leben hier über 1000 Menschen weitweg von der Heimat…), Kommunikationsworkshops usw.

    Problem ist nur, dass der ganze Ort sich auf eine Fläche von ca 50 km erstreckt und man muss einige Kilometer von a nach b fahren, durch den Wald und über sandige Wege, indem man sich ein Fahrrad oder Moped ausleiht.

    Ich habe einen Kurs über Kommunikation mit Pferden mitgemacht und jetzt habe ich wieder Ideen und Visionen für zu hause. Das war richtig gute Arbeit und völlig anders als die schreienden, peitschenden und hackenden Reiter in deutschen Reitställen wie ichs früher erlebt habe und schnell geflüchtet bin aus Mitleid zu den Vierbeinern. Verbunden haben wir das alles mit Prinzipien aus dem Kun Fu und dem Chi Gong! (…)“

    Quelle: Für unsere „Recherchen“ haben wir hier auf wikipedia zugegriffen.

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  • 15Mär

    Der Tempelelefant von TanjavurDas anderen Universum der meterhohen Phallussymbole

    Tamil Nadu
    Nachdem uns Kerala, Indiens reichster Staat, in vielen Belangen ziemlich verwöhnt hat, wurde uns in Tamil Nadi wieder ein ganz anderes Bild von Indien gezeigt: ohne Ende Dreck, Lärm und Gestank…

    Hier im Süden Indiens haben wir auch diverse Frauen mit kurzen Haaren (was sie eigentlich nur tragen, wenn der Mann kürzlich verstorben ist) und diverse Männer und Kinder mit Glatze gesehen. Die kamen wahrscheinlich gerade frisch vom heiligsten Hindutempel in Tirumala.

    Kanyakumarin
    Zunächst haben wir uns die allersüdlichste Spitze Indiens, Kanyakumarin, die zeitgleich ein Pilgerort für Hindus darstellt, angeschaut. Von dort aus sind wir dann nach Madurai gefahren.

    Fahrt nach Madurai
    Auf dieser Fahrt hat eine Frau im Bus versucht meine Sonnenbrille zu klauen (die mit Stärke). Ich versuchte ihr zu erklären, dass sie eh nicht da durch gucken kann und fragte sie höflich ob ich die Brille wiederhaben kann (die Brille lag in einer Tüte auf Ihrem Sitz und nachdem wir unsere großen Rucksäcke abgesetzt hatten, war die Brille auf einmal verschwunden….)

    Nachdem Sie auf meine höflichen Aufforderungen nicht eingegangen ist, hab ich gesagt, dass es reicht und sie jetzt bitte die Brille wieder aus Ihrer Tasche holen soll… (mein Ton war immer noch freundlich und leise), da fing auf einmal die Frau daneben an auf mich einzubrüllen!!! So, dass der ganze Bus mich bitterböse anguckt, wie ich denn darauf komme diese arme unschuldige Frau als Diebin darzustellen.

    Dann schaltete sich der Ticketverkäufer noch ein und die Frau brüllte ohne Ende weiter! Wie auch immer es dann dazu kam, vielleicht aus Hilflosigkeit oder Verzweiflung (?) jedenfalls haben Phine und ich aus Reflex einfach schnell in die Tasche der Frau gegriffen und was ziehen wir zum Glück gleich treffsicher da raus?? Meine Brille!!

    Dann hielt ich die Brille in die Höhe, damit alle böse guckenden Menschen das sehen und mit einem Male war wieder Ruhe im Bus!!! Ha, jetzt hatte ich das Mitgefühl unserer Mitreisenden auf meiner Seite…

    Verrückte Szene und ich bin nur froh, dass die Brille nicht abhanden gekommen ist!

    Tempel in Madurai mit Schneidereibetrieb
    In Madurai haben wir dann im tempelangeschlossenen Schneidereibetrieb zwei Hosen in Auftrag gegeben haben. Wir haben dem Schneider eine kurze Hose als Muster dagelassen und er hat zwei 1a Kopien mit besseren Materialien und besserer Verarbeitung für einen Bruchteil des Preises der „Ursprungshose“ angefertigt!!

    Die sehen echt super aus und wir sind so glücklich, dass wir nun endlich wissen, wie wir hier in Asien an neue Klamotten rankommen können, denn in den regulären Läden gibt es nur Klamotten für die Bevölkerung hier und es ist schon deprimierend, wenn uns die XXL T-Shirts nicht mal passen…

    Tanjavur
    Da Nicht-Hindus leider keinen Zutritt zu den „eigentlichen“ Tempelgemäuern haben, wussten wir nie so richtig, welche Geheimriten hier evtl. vollzogen werden.

    In Tanjavur hatten wir dann überraschenderweise dann doch Zutritt in ein solches Tempelgemäuer!

    Das war echt eine verrückte Sache: zunächst war der Tempel verschlossen und dann püntklich um viertel vor 4 (das alleine ist schon komisch, da indische Zeitangaben normalerweise so ablaufen ” ..before 4 o’clock… oder after 3 o’clock…) wurde die riesige Tempeleinganztür aufgemacht.

    Dann standen wir mitten im Gedrängel mit 100 anderen schwitzenden Menschen und wurden einen langen, dunklen Tunnelgang entlang geschoben. Und am Ende des Tunnels standen die Tempelhüter (4 halbnackte Inder in orangene Lendenschürze gewickelt), die Bananen und Blumen als Opfergaben verkauft haben!!

    Und das Nächste was wir sehen ist, dass alle Menschen der Reihe nach ehrwürdig vor einem 2-3 Meter hohen schwarzen Riesenphallus in Gebetsgebrummel verfallen!!!

    Wirklich wahr, hier sieht man in den Tempeln und Orten immer als heiligste Stätte einen riesen Phallus, der immer von Nandi, einer Kuh (ebenfalls aus Stein) bewacht wird… (Dieser Phallus ist eine Verkörperung des Gottes Shiva.)
    Uns kommt die Reise auch nach mehreren Monaten oft genug noch vor, als wären wir hier in einem anderen Universum gelandet!!!

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