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  • 06Nov

    Wharenui:Meeting HouseBefriending New Zealand

    „Yes we can. “
    Mit dieser Schlagzeile hat der „New Zealand Herald“ heute den Sieg Barack Obama’s kommentiert. Und mit diesen freudigen Nachrichten, dass die USA ganz offensichtlich doch positive Kräfte haben, sind wir anschließend ins Internet Café gegangen. Wir waren entschlossener denn je, eine Wohnung bzw. ein Zimmer zu finden.

    Und „Yes we can do, too. “

    Schon morgen ziehen wir nun in ein Zimmer im Stadtteil Grey Lynn, dass wir uns bereits letzte Woche angeschaut hatten und werden uns nun doch 1 Bad mit unseren neuen Mitbewohnern Benz (aus Thailand) und Greg (aus Südafrika) teilen.

    Befriending New Zealand
    Sich mit Auckland anzufreunden erscheint auf den ersten Eindruck gar nicht so einfach zu sein. Vor allem, wenn man mit einem Dauerregen und einem Temperaturabfall von über 20° begrüßt wird.

    Aber inzwischen sind der erste Kälteschock und die Erkältung überwunden.

    Nur an diese extreme  - nennen wir es mal ganz neutral -  “Bevölkerungsdünne“, müssen wir uns erst noch gewöhnen.

    Und immerhin leben hier in Auckland 1,2 der insgesamt 4,2 Millionen Einwohner Neuseelands.

    Aber im Vergleich zu unserer letzten bereisten asiatischen Metropole Ho Chi Minh City, wo es alleine 4,2 Millionen Mopeds, 800.000 Autos und täglich über 1.100 neue Mopedregistrierungen gibt, fühlt sich Auckland an wie ein großes Dorf.

    Und dabei ist von den 40 Millionen Schafen, die hier auch noch auf Neuseelands Inseln verteilt leben, nichts zu merken.
    Aber von der Internationalität dieser Stadt ist einiges zu merken. Über die Hälfte der Aucklanders ist z.B. europäischer Abstammung, ein Sechstel der Bevölkerung kommt von den Südpazifischen Inseln und einen weiteren größeren Anteil nehmen Asiaten verschiedenster Ländern ein.

    Also, schon einmal ein guter Ansatzpunkt für uns, uns doch noch mit der Stadt und ihren Bewohnern „anzufreunden“.

    Into the Wild
    Warum jährlich 2.2 Millionen Touristen bis hierher „ans Ende der Welt“ reisen, lässt sich wohl ganz einfach beantworten: wegen der vielfältigen und vor allem so unberührten Natur.

    Und bevor wir uns selber „raus in die Natur“ hier bewegen und unsere eigenen Erkundungen machen, wollen wir erstmal hier in Auckland unsere Reisekasse aufbessern. Und was liegt da näher als für eine Organisation zu arbeiten, die sich voll und ganz mit der Erhaltung der Natur hier in Neuseeland bzw. weltweit einsetzt?

    Also, Daumen drücken, dass am Dienstag bei unseren Vorstellungsgesprächen bei Greenpeace alles bestens läuft…

    PS: Hier noch ein kurzer Beitrag zu „Was die Welt nicht braucht!“: Im Auckland Museum lernten wir, dass „Humming Birds“ nicht nur die kleinsten Vögel der Welt sind, sondern dass sie auch noch die einzigsten Vögel sind, die während des Fliegens in den Rückwärtsgang schalten können und rückwärts fliegen können…

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  • 30Okt

    Aller Anfang ist schwer
    Nach über 12 Monaten „Unterwegssein in Asien“, dachten wir wirklich Bescheid zu wissen, wie das alles so geht mit dem Reisen… Aber nur wenige Stunden, nachdem wir SGN (Ho Chi Minh City) verlassen hatten, wurden wir schon eines Besseren belehrt:

    Unser Gepäck am Check-Inn Schalter der Vietnam Airlines wurde von einem neuen Mitarbeiter leider nur nach SYD (Sydney) anstatt gleich bis nach AKL (Auckland) aufgegeben. Der Gute war dann so aufgeregt, dass er uns beim Boarden der Maschine noch abgefangen hat und uns auf seinen Fehler hingewiesen hat. Na super!

    Da wir in Australien nur 2 ½ Stunden Übergangszeit und kein Visum hatten, konnten wir also unser Gepäck nicht selber in Empfang nehmen. (Wir durften ja den Transferbereich nicht verlassen.) Ein Qantas Mitarbeiter sollte also mit dem Abholen und des Neueincheckens unseres Gepäcks bei Ankunft in Sydney beauftragt werden.

    Nach der Ankunft in Australien sind wir also mit einem dieser flotten Elektroautos im „Affenzahn“ zum Transfer Desk gebracht worden. Hier fiel dann auf, dass wir ohne Weiterfug von Neuseeland dort gar nicht erst einreisen dürfen!

    Da stehen wir: 2 gelernten Reiseverkehrskauffrauen also mit dem falsch aufgegebenen Gepäck ohne Weiterfug und müssen uns von dem Typen neben uns in der Schlange Sprüche anhören, wie „In keinem Land der ganzen Welt kann man ohne Weiter- bzw. Rückflugticket einfach so einreisen!“

    Wir haben ihn einfach in dem Glauben gelassen und unsere kurze Transferzeit genutzt, um schnell noch 2 Flüge am Internetterminal zu buchen. So ein Mist!

    Diese Regelung ist übrigens ganz offensichtlich nicht nur uns nicht geläufig, denn schon in unserer kurzen Zeit hier, haben wir viele Horror-Geschichten über überteuerte Flugbuchungen bei Einreise in Neuseeland gehört.

    In AKL sind wir dann bei 20 Grad Nieselwetter angekommen und mussten feststellen, dass unser Gepäck leider nicht da ist!

    Aotearoa – Maori: Land der langen weißen Wolke
    Die „lange weiße Wolke“ hat uns schon vor Australien stürmisch in Empfang genommen und wir konnten den Nachtflug fast durchgehend angeschnallt verbringen. Die Achterbahnfahrt hat dann von Sydney nach Auckland nochmal richtig an Thrill-Faktor zugelegt. Bei einigen stürmischen Turbulenzgebieten ist der Flieger so nach unten geschnellt, dass wir ganz sicher an die Decke geflogen wären, wenn wir nicht angeschnallt wären und uns an die Armlehnen festgeklammert hätten. Ein absoluter Höllenritt!

    Willkommen in Mittelerde
    Ohne Gepäck stellten wir also im Hotel fest, dass die „self-contained-appartment-style-rooms“ zwar mit allen Features ausgestattet sind, aber nicht nur die Schuhkartongröße des Raums doch etwas gewöhnungsbedürftig ist. Es ist ein bißchen so wie bei Gandalfs Besuch in Hobbiton…

    Zudem haben wir nach und nach folgende Sticker endeckt:

    • „This Towel Rack is not connected for heating!“
    • „This washing machine has been disconnected.“
    • “The Telephone is for in-house calls only.”


    Auch der Internetanschluss ist zwar inklusive, aber die Nutzung kostet! Die Küchenzeile ist da, jedoch ohne Utensilien! Lediglich die Heizung auf Rollen, die wir hier immer fest mit unseren Körpern verbunden durchs Zimmer ziehen, hält was sie verspricht.


    Der Anstrich ist ürigens à la Loriot’s „Papa ante Portas“: zwischen einem frischen mausgrau und einem etwas herberen Hellgrau mit leichtem Stich ins weißgrau…

    Frauenpower
    1893 war Neuseeland das erste Land in der Welt, in dem Frauen das Wahlrecht bekommen haben.
    2007 waren alle wichtigen Positionen in Neuseeland von Frauen besetzt.

    • Königin: Queen Elizabeth II
    • Prime Minister: Helen Clark
    • Governor-General: Silvia Cartwright
    • Speaker of the House of Representatives: Margaret Wilson
    • Chief Justice: Sian Elias
    • Leitung Telecom (größte Firma): Theresa Gattung


    Wir haben natürlich auch schon ordentlich „die Hacken in den Teer gehauen“, um unseren Beitrag zu diesem Frauenpower zu geben:

    • IRD (=Steuer) Nummer beantragt (macht man hier in der Post)
    • Konto eröffnet
    • Wohnungen über trademe.co.nz gesucht und besichtigt
    • Job im Donut-Wagen geregelt
    • Tagesjob erledigt: Fritöse und sonstige ranzige Küchengeräte in einem Restaurant mit einem Spachtel von Fett und alten Pommes befreit!
    • Keine Handynummer bekommen: Vodafone hat ein Prepaid Monopol in Neuseeland und bedankt sich dafür mit horrenden Preisen!! (Konkurrenz gibt’s nur bei Verträgen mit der Telecom…) – nicht mit uns!!


    „Go for the ordinary…“
    Nicht unerwähnt bleiben darf bei unserem ersten Neuseelandbericht natürlich das Essen! Juhuu, endlich kommen wir wieder in den Genuss der langersehnten Wurst- und Käsebrote! Dass wir so „raus“ aus dieser Brotzeitnummer sind, merken wir schon daran, dass wir den Brotaufstrich Belgian Dark Chocolate für besser als Nutella befinden…

    Same, same, but different…
    Man könnte sagen, nach einem Jahr Reisen sind wir also wieder da angekommen, wo wir vorher standen!? Ein geregelter Alltag mit einem festen Job und einem festen Wohnsitz wird uns bald hier erwarten.
    Glücklicherweise können wir aber an vielen Dingen sehen, was wir von unserer Asienzeit mitgenommen haben. Und sei es nur die Freude, wenn wir mit den Angestellten der ANZ Bank, die hier zu DIWALI (dem Hindu Lichterfest) „dressed up“ in Saris rumlaufen über die „Verrücktheit“ der Inder “ lachen können…

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