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  • 03Okt

    Die heilige Kuh und die GebetsfahnenWarum Indien?

    Diese Frage wurde uns vor der Reise öfters gestellt und wir konnten nicht recht in Worte fassen, warum es uns ausgerechnet dahin gezogen hat.
    Vor allem weil die Antwort, weniger bei Indien bzw. den Indern lag, sondern eher bei Tibet und den Tibetern.

    Als ich, Schnull, nämlich 2001 nach Tibet gereist bin, habe ich zum ersten Mal auf einer Reise Dinge gesehen und erlebt, die ich nicht einfach als Teil dieser im weitesausgedehnten Sinne “Andere Länder, andere Sitten”-Erfahrung hinnehmen bzw. wegstecken konnte.

    Nichts was ich vor dieser Reise in Büchern, Artikeln, Berichten gelesen, gesehen oder erzählt bekommen habe, hat mich auf das was wir in über 2 Wochen in Tibet erlebt haben, ausreichend vorbereitet.

    Wir sind auf dieser Reise den Möglichkeiten des menschlichen Verhaltens in seinen beiden Extremformen begegnet: “Ist der Mensch in seinem Wesen gut oder ist er böse?”

    Auf der einen Seite haben wir Menschen gesehen, die jeder in ihrer eigenen Interpretation der Machtausübung einem Apparat der menschlichen Grausamkeit dienen bzw. diesen individuell ausleben.

    Auf der anderen Seite haben wir Menschen gesehen, die Unbeschreibliches erleiden und auf faszinierende Weise durch ihre tiefe religiöse Verwurzelung an das Gute glauben (bzw. scheinbar davon überzeugt sind) und sogar Mitgefühl für Ihr Gegenüber aufbringen können, dass lediglich “schlecht” handelt, weil es den Weg zum “guten Handeln” nur noch nicht gefunden hat.

    Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich mit dieser Überzeugung der Tibeter: “Der Mensch ist gut!” in Kontakt gekommen.

    Dass diese Überzeugung an einem Ort ausgelebt wird, wo eine jahrtausendalte Kultur einfach im Zusehen der Weltöffentlichkeit skrupellos ausgelöscht wird, keine Meinungsfreiheit, keine Religionsfeiheit, dafür aber Unterdrückung, Folter und vor allem der Aufzwang eines anderen Willens / Kultur / Sprache / Identität etc. an der Tagesordnung stehen, bleibt für mich nach wie vor das menschlich faszinierendste und großartigste, das ich auf all meine Reisen je erlebt und gesehen habe.

    Die Umstände bzw. die Angst vor den chinesischen Machthabern in Tibet veranlasst jährlich 2.500 bis 3.500 Tibeter zur Flucht aus ihrer Heimat. Unter diesen Flüchtlingen befinden sich zahlreiche Kinder und Jugendliche, die von ihren Eltern zu Fuß auf die lange und gefährliche Reise über den Himalaja geschickt werden, um ihnen ein Aufwachsen ohne Repressionen und Einschüchterungen zu ermöglichen.

    Ebenfalls kann den Tibetern in Tibet nicht die für sie so wichtige buddhistische Ausbildung, ohne staatliche Verfolgung befürchten zu müssen, gewährleistet werden. Somit begeben sich also viele Flüchtlinge auf den ungewissen Weg ins nordindische McLeod Ganj / Dharamsala, um ihrem dort im Exil lebenden geistigen Oberhaupt, dem 14. Dalai Lama, ganz nahe zu sein.

    Und ganz speziell an diesen Ort hat es auch uns (zunächst) am meisten hingezogen….

    Denn wir sind davon überzeugt, dass der interkulturelle Austausch, der durch das Reisen ermöglicht wird, insofern stattfinden muss, dass wir alle lernen Respekt voreinander zu haben und, dass jeder den freien Willen, selber zu entscheiden, was man sagt, denkt und vor allem tut, haben sollte!

    Wir hatten in Deutschand das Gefühl unsere eigentlichen Werte und Wichtigkeiten im westlichen Alltagstrott aus den Augen zu verlieren und wollen auf dieser Reise nun wieder unseren eigenen positiven Beitrag zum interkulturellen Austausch bringen.

    Welche Erfahrungen, Erlebnisse und Erkenntnisse uns auf dieser Reise begleiten, möchten wir gerne in diesem Blog mitteilen und hoffen, dass wir künftig mehr “mindtravelers” unterwegs treffen, die nicht meinen, mit ein paar mitgebrachten Stiften, Bonbons oder Münzen in der Tasche ihren ausreichend positiven Beitrag zu bringen, sondern sich beim Reisen einfach ein paar mehr Gedanken machen…

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