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  • 14Nov

    "Highwayterror" - haha

    Grenzüberschreitungen


    In Indien sind beim Reisespaß neben dem Überqueren von Staatsgrenzen auch leider immer unsere eigenen ganz persönlichen Grenzüberschreitungen inklusive.

    Hier ein paar Beispiele, über die wir im Nachhinein zum Glück selber lachen können.

    Haridwar - Agra

    Wir sind von Haridwar mit dem overnight bus nach Agra gefahren. Das Teil sollte eigentlich Deluxe sein, war es aber nicht und die Lehnen konnte man auch nicht im Geringsten verstellen. Neben den 54 Leuten auf den Sitzen, befanden sich mindestens nochmal die gleiche Anzahl Menschen kreuz und quer liegend auf dem Gang verteilt. Die langen Saris der Frauen hatten an diesem Tag leider schon einiges an Dreck und Urin von den Straßen aufgesammelt, sodass die Luft im Bus ganz schlicht mit einer offenen Latrine zu vergleichen war! Ganz zu Schweigen von dem in dieser Hitze allgegenwärtigen Schweißgeruch.

    Füh morgens hieß es dann in irgendeinem dunklen Horrorkaff: Endstation. Unser Busfahrer (der kein English sprach) hat uns dann samt unserem Gepäck auf eine Fahrradrikshaw verfrachtet, dem Fahrer 100 Rupies in die Hand gedrückt und zu uns immer was von Agraagraagragarrrhhhh” geblabbert. Der Rikshaw-Fahrer ist dann mit uns in der Dämmerung im Mückengeschwader in eine übelste Seitengasse gefahren und dann hieß es auf einmal wieder Endstation!!! Sofort haben sich 6 Neugierige um uns gescharrt, die uns alle irgendeine Hindi-Frikadöse ans Ohr gekaut haben…

    Und wie jedesmal in so einer Situation taucht dann auf einmal „der junge englischsprechende Inder” auf, der uns zu retten scheint. Er hat die anderen vertrieben und uns gesagt, dass der Bus bald kommt… kam er aber nicht!!! So sind wir zu Fuß losgelaufen und haben dann einen anderen Fahrradrikshaw-Fahrer genommen, der uns wieder im höllen Mückengeschwader zu einem Schrebbelbus mit halben Lehnen gebracht hat. Da konnten wir dann nochmal 80 Rupies für „Agraagraagragarrrhhhh” (bei den Straßenverhältnissen spricht man Agra tatsächlich so aus, wenn man versucht zwischen den ganzen Schlaglöchern auch nur ein einziges Wort rauszubringen!) bezahlen…

    Was lernten wir also mal wieder: In Indien bekommt man selten das, was man bestellt.

    Und damit das Drama hier noch nicht zuende ist, waren die ersten 3 Hotels ausgebucht und unser Zimmer in dem wir uns dann schließlich hundemüde aufs Bett haben fallen lassen hatte „no power in the shower”, „no toilet flush” and „no Glass in the outside windows”!!! Super, das ist uns natürlich erst aufgefallen, NACHDEM wir im Bett lagen, also hat es noch 2 weitere Stunden gedauert, eh wir schließlich in einem sauberen Bett mit „Power in the Shower” und „flushing Toilet” lagen!!

    Das war also ein gefühlter 24-Stunden Transfer, bei dem wir uns alle 2 Minuten fragten warum wir eigentlich nochmal hier sind und uns das alles antun…

    Zugfahrt von Pushkar nach Jodhpur
    Von Pushkar nach Jodhpur hatten wir auch einen interessanten Transfer: wir sind mit dem Zug 3nd class (=die günstigste Klasse) gefahren. Als der Zug mit einer Stunde Verspätung (damit lagen wir angeblich weit unter dem Verspätungsdurchschnitt) einrollte, sind alle vom Bahnsteig aufgesprungen und ein heiloses Spektakel ging los. Der Geräuschpegel steigt ins Unermessliche und es scheint als würde eine absolute Massenpanik ausbrechen.

    Alles schiebt, quetscht und drängelt und stürmt die Eingänge. Es war ein Riesenknäul das sich hin und herdrängte und wir mitten drin! Die von drinnen wollten ja schließlich raus und alle vom Bahnsteig rein… Dann reißt mir doch glatt mitten im Gedränge einer meine soeben erstandene Wasserflasche aus der Hand!! Man kann sich vorstellen: mitten im schweißtreibenden und atemnotbringendem Gedränge mit dem Rucksack auf und dann wird man auch noch „beklaut”. Ich hab natürlich sofort losgebrüllt, aber wenn interessierts bei dem Lärm hier??? (…)

    Ok, wie wir dann letztendlich in den Zug tatsächlich reingekomen sind, bleibt ein Rätsel, aber wir haben es irgendwie geschafft. Und was sehe ich drinnen im Gedränge auf einmal auf einem Platz liegen??? Meine Wasserflasche!!! Super Sache, also setze ich mich genau auf den noch freien Platz mit der Flasche und stelle fest dass sogar noch Platz für Phine und Hänki (aus Rishikesh) da ist!! Aber Pustekuchen! Sobald ich die Flasche beseite schiebe keiffen mich ein paar rumsitzende Leute wie verrückt an (alles auf Hindi)… Meine kläglichen Versuche, die Flasche als mein Eigentum zu erklären, ersticken im Mief des überfüllten Zugabteils…

    Mitten in diesem Gekeiffe taucht dann wieder der Typ auf, der mir meine Flasche auf dem Bahnsteig aus der Hand gerissen hat und zeigt auf die gegenüberliegende Sitzreihe. Da lag dann nochmal so eine Wasserflasche und als wir 3 uns neben der Flasche auf die Bank (Holzbretter ohne Polster!) gesetzt haben schien die Welt wieder in Ordnung…

    und wir hatten einen neuen Freund gewonnen, der uns die restliche Zugfahrt nicht aus den Augen gelassen hat (wörtlich zu nehmen!).

    Wir lernten also:
    Platzreservierungen gehen in Indien so: sobald der Zug einfährt versucht man einem Bruder (hier sind immer alle Brüder) in den Zug reinzubekommen und dann werden irgendwelche Gegenstände durch die Fenster gereicht (keine Glasscheiben, sondern nur Metallstreben) und auf den Plätzen verteilt. Außen auf dem Bahnsteig wird dies natürlich durch Drängeln, Schieben, Wegschubsen etc verhindert. Aber sobald etwas im Zug passiert, gelten da andere Spielregeln: alles geht enstspannt und peacig ab und Wasserflaschen, Taschentücher- oder Zeitungsreservierungen gleich für ganze Sitzbänke werden akzeptiert…

    Unsere Mitreisenden lernten:
    Dass wir in Deutschland kein Hindi, kein Rajahstani, kein Englisch und auch kein „Germanenglisch” sprechen. Dass wir unsere eigene Sprache, die weder Hindi, Rajahstani oder Englisch ist, haben, fanden die Leute so verwunderlich, dass wir es geich mehrmals in verschiedenen Varianten bestätigen mussten.


    Diese Zugfahrt in dem restlos überfüllten Abteil der 3.Klasse (wo also keine Glasscheiben und nur bretterige Holzbänke drinnen waren) nahm dann noch einen weiteren Höhe- bzw. Tiefpunkt ein, als wir, um den ganzen starren Blicken unserer Mitreisenden auszuweichen, versucht haben, in unsere Bücher zu gucken. Denn erst auf unseren weißen Buchseiten wurde uns bewusst, dass das, was uns schon die ganze Zeit auf den Kopf, die Arme usw. bröselte, hornhäutige Fußfetzen von demjenigen waren, der sich über uns ins Gepäckfach geklemmt hatte!!!

    Bustransfer: Jodhpur nach Jaisalmer
    In Rajahstan gibt es in den Bussen eingebaute “Kisten” (über den normalen Sitzen) wo man gehockt die Fahrt verbringen kann oder sich gekrümmt hinlegen kann. Als wir von Jodhpur nach Jaisalmer in Richtung Thar Wüste gefahren sind, ist es dann passiert: Phine und ich waren nach einer ziemlich nervenaufreibenden Rikshawfahrt glücklich auf unseren Fenster+daneben Plätzen in dem entspannt fahrenden Bus zu sitzen. Der Fahrtwind wehte durchs offene Fenster und wir haben die Landschaft genossen und die Welt schien gut zu sein, als auf einmal die Kotze direkt durch unser Fenster reinfliegt!!!!


    Jemandem in der Kiste über uns ist schlecht geworden und hat sich einfach aus dem Fenster übergeben und wir haben den ganzen Mist direkt wieder durch den Fahrtwind reingeliefert bekommen!!! Super Urlaub!!! (…)

    Die restlichen 6 Stunden der Fahrt haben wir dann zusammengequetscht auf einem Sitz verbracht, weil der Gestank von dem Fenstersitz einfach nicht auszuhalten war… und sich leider auch während der ganzen Fahrt niemand gefunden hat, der den Schmutz adäquat beseitigt hätte!!!

    Unsere heutigen Lektionen gingen also so:

    1. Gibt es eine Kiste über den Sitzen, werden wir unseren Transfer künftig also dort lieber gekrümmt verbringen und nicht mehr drunter sitzen. Punkt.
    2. Die indische Art des Putzens: Die Inder versuchen etwas zu säubern bzw. aufzuwischen etc., indem einfach möglichst lange mit irgendeinem Gegenstand (besenartig oder lappenartig oder auch mal nur Äste) auf den Schmutz draufgehauen wird. Und wenn der Saubermacher das Gefühl hat, es ist alles gut, dann hört er auf und die Schmutzfläche hat sich einfach vergrößert und in ihrer Konzentration etwas verringert…

    Fäkaltalk! „Urinstopper”
    Ein wirklich großes Thema, wenn man täglich durch Indiens Straßen schlendert oder durchs Land reist ist die Toilettensituation. Die Verzweiflung unter den Reisenden ließ folgendes hoffnungsvolles Gerücht aufkommen:

    „ Es soll ein Mittel (fängt mit “L” an) geben, dass den Blasendrang hemmt, sodass man bei den 8 Stunden Busfahrten nicht auf Toilette muss. Eine Erfüllung eines Traumes, wenn man an die teilweise Horrormäßigen Toilettenstops denkt.”

    Allerdings erhielten wir von einem befragten Urologen leider folgende Antwort:
    „Von derartigen Tabletten, die den Harndrang stoppen wird dringend abgeraten, da es in der Hitze zu Nierenschädigungen (bis hin zum spontanen Versagen) kommen kann.”

    Somit waren wir nur froh *Urinelle und *Traveljohn dabei zu haben. Letzterer ist tatsächlich in einer dieser eingebauten Kisten bei nächtlicher Fahrt durch die Schlaglochlandschaft zum Einsatz gekommen. Ein wahrer Balanceakt, da man bei den Straßenverhältnissen teilweise mit dem kompletten Körper in der Luft schwebt bis man wieder irgendwo gegendonnert!

    Bei all diesen Transfers ist nicht zu vergessen, dass hier Indiens Volkssport Nr 2: „Optimale Platzausnutzung” von allen Beteiligten mit einem beeindruckenden Elan und Ehrgeiz betrieben wird…

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  • 10Okt

    Ankunft in Indien

    Ausgerüstet mit 1,5 kg Medikamenten der gesamten Impf-Palette gegen alle Eventualitäten, genügend Müsli-Notfallriegeln und der Urinelle* sowie dem TravelJohn* im Gepäck geben wir uns der Illusion hin, dass uns in Indien so schnell nichts umhauen kann…

    Bis uns im Flieger auf einmal einfällt, dass wir aufgrund unserer kurzfristigen Hotelbuchung ja gar keinen Transfer mehr zu unserer ersten Unterkunft gebucht haben. Im LP finden wir folgende Information im „Getting Around - To/From Airport-Chapter”:


    „Following the murder of an Australian female tourist in Delhi in 2004, a special tourist police squad was established. These clearly marked jeeps (each with English-speaking police, including one woman) are stationed at tourist centers, including the Delhi international Airport, New Delhi train station and Janpath. Seek assistance if you are being bothered by touts or face other problems.”


    Na super, das klingt ja sehr vertrauenserweckend, besonders wenn man bedenkt, dass unsere Ankunftszeit 0:30 Uhr nachts ist.

    Und so war unsere Taxifahrt ins Hotel ein einziges Horrorszenario: da weder der englischsprechende Polizist noch die „versprochene Frau” in Sicht waren, waren wir also einzig und allein auf den Abrechnungsbeleg angewiesen. Damit der Fahrer nämlich keinen „Unfug” mit seinen Passagieren anstellt, wird man angehalten, diesen von der Polizei ausgestellten Beleg so lange in der Hand zu halten, bis man sicher im Hotel angelangt ist und ihn erst dann dem Fahrer zu überreichen. Schwierig ist es nur, wenn der Polizist, der die Fahrtdetails gleich noch am Flughafen aufnimmt den Receipt nicht uns, sondern unserem Fahrer in die Hand drückt. So mussten wir also erstmalig um ca. 2 Uhr morgens in dem „gewöhnungsbedürftigen” indischen Straßenverkehr bei „Full Speed” und einem ohrenbetäubendem Gehupe uns diesen Beleg hart erkämpfen. Ebenfalls mussten wir wenig später lauthals darauf bestehen, dass uns der Taxifahrer direkt bis zur Hoteltür fährt und nicht wie von ihm angedacht uns auf einmal in einer finsteren Sackgasse aussteigen lässt.

    Unsere erste Lektion des „Punktuellen Ausrastens” bekamen wir also weniger als 2 Stunden nach Ankunft in Indien!

    Stunden später sind wir mit einem für uns bis dato unbekannten, dann aber im Laufe der Reise als fester Bestandteil unsrer Emotionen dazugehörigem Gefühl des „Was machen wir hier überhaupt?” eingeschlafen…

    * Urinelle Urinierhilfe für Frauen
    Frauen müssen sich häufig mit sehr unhygienischen Sanitäreinrichtungen abfinden: Auf Autobahnraststätten und Schiffen, im Dschungel, in den Bergen oder einfach in einem Café. Jetzt bietet Urinelle die Lösung für solche Situationen. Urinelle ermöglicht es Frauen, das Sitzen auf unhygienischen Toiletten zu vermeiden und im Stehen zu urinieren - einfach, sicher und hygienisch. Die Anwendung ist kinderleicht. Die Frau bleibt stehen, faltet die Urinelle auf und drückt die anatomisch gestaltete Urinierhilfe leicht an den Unterleib. Urinelle ist urinundurchlässig und lässt sich gegebenenfalls in der Toilette spülen. Die Urinelle ist biologisch abbaubar.

    * TravelJohn Wegwerf-Urinal
    TravelJohn ist ein Wegwerf-Urinal, das für all jene Situationen entwickelt wurde, in denen keine Toilette verfügbar ist. TravelJohn ist für Menschen jeden Alters geeignet (Kinder, Frauen und Männer) und eignet sich besonders für Sportler, Reisende, Campingbegeisterte, PKW-Fahrer, Behinderte und für jeden, der in einer WC-losen Lage „mal dringend muss”. TravelJohn ist einfach, kompakt und mehrfach verwendbar (bis 800 ml Inhalt ). TravelJohn besteht aus biologisch abbaubaren Polymeren und nicht gewebten Materialien. Die Polymere werden binnen 10 Sekunden in Gel verwandelt und können nach dem Kontakt mit Urin oder Erbrochenem bis zu fünfzig mal ihres Volumens erreichen. Das so entstandene Gel bleibt auch dann im TravelJohn, wenn der Beutel Druck ausgesetzt wird. TravelJohn ist geruchsarm und dicht.

    (* Die Produktbeschreibungen stammen von dem Hersteller MEDIDAR GmbH)

    Noch ist der Elan da, in dem verdreckten und höchstinfektiösen Delhi ein wenig Sauberkeit reinzubringen...

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