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  • 11Okt

    Im Eiltempo geht's nach VietnamErste Eindrücke

    „Cost of Living“
    Nun sind wir schon wieder eine Woche in Vietnam und entgegen allen Vorurteilen und Schreckensnachrichten von anderen Vietnamreisenden können wir mit größter Freude sagen, dass es uns hier ganz außerordentlich gut gefällt.

    Vielfach hatten wir gehört, dass das Reisen hier extrem anstrengend sein soll, weil man an jeder Ecke abgezogen wird und als ausländischer Tourit horrende Summen bezahlen muss. U.a. konnten 2 Reisende in einigen Orten z.B. keine Wasserflasche für unter 5 USD bekommen!

    Glücklicherweise ist es bislang bei ein paar krummen Versuchen geblieben, aber entweder die Leute kamen nach unserem herzhaften Lacher wieder zur Besinnung oder der faire Preis fiel ihnen wieder ein, sobald wir weggingen.

    Vielleicht kann man den Leuten diese Versuche auch gar nicht verübeln, wenn man die ganzen Dollarwedelnden Touristen sieht…

    Im Großen und Ganzen scheint Vietnam aber ein unheimlich günstiges Reiseland zu sein. Da hier im Gegensatz zu Laos oder Cambodia, die Restaurants, Hotels, Busse, Taxen bzw. weitere Elemente einer gut ausgebauten touristischen Infrastruktur nicht ausschließlich für Ausländer aufkommen, sondern ebenfalls für die einheimische Bevölkerung, liegen die höchst inflationären Preise wie folgt: ca. 3-6 USD für eine 3 Stündige Busfahrt und 5 USD für ein umfangreiches Frühstück für 2 Personen!

    Einreise per Boot
    Unsere Einreise nach Vietnam war auch eine recht witzige Sache, da wir direkt von Phnom Penh praktisch gegenüber von unserem Hotel in ein kleines Speedboot gestiegen sind und damit ca. 3-4 Stunden den Mekong runter nach Chau Doc in Vietnam gedüst sind.

    Am Ufer stand dann erst das Cambodianische Zollhäuschen und ein paar hundert Meter weiter dann das Vietnamesische, wo punktuelle Gepäckkontrollen durchgeführt werden… Aus unserem Boot hat es ein deutsches Pärchen erwischt!

    Außerdem hatten wir einen sehr netten Holländer und ein britisches Diplomatenpärchen, die seit ein paar Jahren in Islamabad / Pakistan leben und froh waren, dass sie bei dem erst kürzlichem Bombenanschlag in ihrem Lieblingshotel, dem Marriott, gerade nicht da waren, mit an Bord!

    Immer wieder heftig und interessant, dass man auf Reisen immer wieder Leute trifft, die Dinge miterlebt haben, über die man sonst nur liest…

    Polizeikontrolle
    In Chau Doc lernten wir dann in unserem Hotel, dass man hier in Vietnam in jedem Hotel seinen Reisepass abgeben, muss, weil der abends von der Polizei eingesehen wird. Ein etwas gewöhnungsbedürftiges Prozedere, aber man kann sich ja so scheinbar an alles gewöhnen…

    Keine Tuk-Tuks
    Seit wir hier in Asien unterwegs sind, vergeht kein Tag an dem wir nicht auf der Straße gehen und nicht mindestens 5 Tuk-Tukfahrer abwimmeln müssen, weil wir weder heute noch morgen noch sonstwann deren Transport-Service nutzen möchten. Hier in Can Thon (unserem zweiten Ort im Mekong Delta) ist das allerdings anders und es ist so gut wie unmöglich einen fahrbaren Untersatz zu finden, der nicht nur uns beide, sondern auch noch unsere 2 Reiserucksäcke, die 2 Tagesrucksäcke und den Laptopkoffer befördern können. Taxen gibt es in Can Thon und hier in My Thon nur eine Handvoll und die müssen extra per Telefonanruf bestellt werden…

    Der Transport läuft hier fast ausschließlich mit Mopeds oder Fahrrädern!

    Aber anders als in anderen asiatischen Ländern achtet die Polizei sehr streng darauf, dass nicht mehr als 2 Leute auf dem Moped sitzen!

    Mopedtour
    Wir haben uns also auch eins gemietet und das Mekong Delta, das leider viel weniger idyllisch ist, als man es sich vielleicht vorstellt, damit erkundet. Neben den ganzen laut knatternden Motorbooten gibt es fast nur Wellblechhütten. Und unter den Hütten auf dem Wasser sind unendlich viele Fischzuchtfarmen, die den Fisch als weißes Tiefkühlfleisch auch nach Deutschland exportieren…

    Komische Vorstellung, wenn man den Zustand des Wassers hier so sieht…

    Jedenfalls sind diese Mopedtage immer ein Traum und man trifft so viele Menschen, die sich freuen 2 Touristinnen zu sehen. Englisch sprechen hier nur die älteren Menschen (da erst seit wenigen Jahren wieder englisch und französisch an den Schulen unterrichtet wird!), so dass wird uns mit Händen und Füßen verständigen! Es ist ein ewiges Charade-Spiel, bei dem es für alle Beteiligten immer gut was zu Lachen gibt!

    Einen platten Reifen hatten wir sogar, aber der konnte uns zum Gück gleich geflickt werden. Auch hier gab’s wieder ’ne Menge zu lachen, weil die Leute einfach drauf los erzählen ohne das wir was verstehen und wenn wir dann antworten wird noch mehr gegackert… Aber nicht zuletzt an dem Preis für die Reperatur sehen wir dann, dass man nicht über, sondern mit uns lacht, denn der ganze Spaß kostet uns: 9.000 Dong (= weniger als 30 Eurocent!).

    Eine fürchterliche Sache, die wir dann noch auf unserer Mopedtour gesehen haben, ist das Ba Chuc Mahnmal, dass an die grausame Ermordung von 3157! Vietnamesen im Jahr 1978 durch die Khmer Rouge erinnert. (Nur 2 Menschen haben dieses Massaker überlebt!) Dieses Massaker ist auch der Anlass, warum die Vietnamesen wenig später nach Phnom Penh einmaschiert sind und die grauenvolle Khmer Rouge Herrschaft beendet haben…

    Die Vietnamesen
    Da wie gesagt, fast nur die älteren Leute hier englisch sprechen und jahrelang auch nicht die Möglichkeit hatten, die Sprache hier zu praktizieren, haben wir schon viele Menschen getroffen, die gerne mit uns sprechen wollen.

    Von einem katholischen Priester (die Portugiesen haben den Katholizismus hierher gebracht und neben den Phillipinen, wo die Spanier 400 Jahre herrschten ist hier in Vietnam der größte Katholikenanteil Asiens!) haben wir folgende Infos über das Vietamesische Schulwesen bekommen:

    • Ein durchschnittliches High-School-Lehrergehalt liegt bei 1.200.000 – 1.500.000 Vietnameschen Dong (= ca. 75 – 93 USD)
    • Die Gebühren pro Schüler für ein Grundschuljahr sind: 250.000 – 500.000 Vietnameschen Dong (= ca. 15 – 32 USD)

    • Die Gebühren pro Schüler für ein Highschool-jahr sind: 600.000 – 800.000 Vietnameschen Dong (= ca. 37 – 50 USD)


    In einem Café haben wir dann Larry aus den USA kennengelernt. Er ist 1980 mit einem dänischen Flüchtlingsboot zunächst 6 Monate nach Singapur gekommen und hat dann in Kalifornien gelebt bis er schließlich vor 5 Jahren wieder zurück nach Vietnam gekommen ist. Seine Frau hat der 68 Jährige, wie er uns ganz Stolz über sein Technische Können verkündete, im Internet kennengelernt…

    Jetzt versucht er jedenfalls seine Englischenntnisse und sein Wissen über die westliche Kultur in Form von Sozialarbeit an jüngere Menschen hier weiterzugeben. Zusätzlich versucht er in den USA Geld zu sammeln, dass er dann ärmeren Familien geben kann, damit diese die Schulgelder für ihre Kinder bezahlen können.

    Es ist echt schön zu sehen, wie viele Menschen sich hier engagieren und ihr Wissen, dass für uns machmal viel zu selbstverständlich ist, weitergeben…

    Kuriositäten
    Man erlebt hier nämlich genau wie in Indien immer wieder Sachen, wo man denkt: „Müssen wir da jetzt was sagen?“ Hier 2 Topaktuelle Beispiele dieser Kuriositäten:

    1. Heute morgen während des Frühstücks setzt sich die Hoterezeptionistin zu uns und verlangt den Zimmerschlüssel, weil jemand das JETZT aufräumen möchte!
    2. Im Restaurant wird einem das Besteck so gereicht, dass der Daumen genau auf der Essfläche des Löffels- Messer oder Gabel drückt!

    Neugierige Blicke auf dem Floating MarketWasserlilien auf dem Markt in Chau Doc / VietnamStändiges "Abgrüßen" auf der Radrikshaw ;-)

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