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  • 19Mär

    Matrimandir in AurovillePondicherry und der Beinschmuggel
    Auf unserer Fahrt nach Pondicherry (einer französischen Enklave – in der wir uns nur schwer daran gewöhnen konnten auf einmal französisch sprechende Inder um uns zu haben) haben wir dann ganz was Verrücktes erlebt:

    Auf einmal hat der Bus in dem wir nun schon einige Stunden durch die Gegend geschaukelt sind angehalten und es sind ein paar Männer in den Bus gestürmt (unter anderem ein Polizist) und haben wie wild auf den Fahrer eingebrüllt!

    Aus anscheinend gruppendynamischem Instinkt, haben sofort die restlichen Passagiere mitgebrüllt, sodass die ganze Situation äußerst ansgteinflößend wurde! Wir dachten jeden Moment durchs Fenster ins Freihe fliehen zu müssen, aber dann hat sich der Busfahrer hingegeben und ist mit dem Polizisten und den anderen Männern weggegangen!

    Die Frau die neben uns saß (die einzige die überhaupt 1 Wort englisch gesprochen hat), hat dann zu uns gesagt “One leg is missing!” , als wir wissen wollten, was das Problem sei!! (…)

    Wir haben dann noch xmal nachgefragt, wessen Bein das sein sollte und wo das Bein war, da sagt sie nur “One suitcase missing!” Wir haben anscheinend immer verwunderter dreingeschaut, denn schließlich kam sie mit der Erklärung und flüstert uns, nachdem sie sich absichernd umgeschaut hat, dass auch niemand mithört, “Smuggling!” zu!!!

    ???

    Aha, dann hat also jemand ein Bein in einem Koffer geschmuggelt und der ist jetzt verschwunden!!!

    Verdammt, und was kann der Busfahrer dazu? Hat er das Bein etwa geschmuggelt ??? Wir haben leider keine weiteren Informationen aus einem der Mitreisenden rausbekommen. Nach ca. 15 min kam dann der Busfahrer zurück und er war zum Glück unversehrt und die Fahrt setze sich fort als wäre nichts passiert! Später kam dann der Fahrkartenkontrolleur rum und wollte Unterschriften für den Busfahrer sammeln! Aber auch er konnte uns nur den Block hinhalten und auf den Fahrer zeigen!

    Da kann man doch nur noch mit dem Kopf schütteln, oder? Wo erlebt man bitte sonst noch eine Busfahrt, wo einem ein Koffer mit einem geschmuggelten Bein abhanden kommt???

    Auroville - „Stadt der Morgenröte“
    Von Pondicherry haben wir einen interessanten Moped-Ausflug nach Auroville, etwa 12 Kilometer entfernt, gemacht.
    In der “internationalen Gemeinschaft von Auroville” leben derzeit über 1.800 Einwohner aus 38 verschiedenen Nationen. Dabei stellen die größten Bevölkerungsanteile die Inder (>700), die Franzosen (ca.300) und die Deutschen (>200).

    Nach 1945 konzipierten der indische Politiker, Philosoph, Hindu-Mystiker, Yogi und Guru Sri Aurobindo und seine spirituelle Partnerin Mira Alfassa (bekannt als The Mother / Die Mutter) Pläne für das Modell Aurovilles. Leider verstarb Sri Aurobindo vorzeitig und somit führte „The Mother“ dieses Vorhaben alleine weiter.

    Die in Paris geborene Mirra Alfassa war übrigens der erste Mensch aus dem Westen, der in Indien als Guru verehrt wurde. Respekt!
    Gemeinsam mit der indischen Regierung wurde das Konzept „einer universellen Stadt“ auch der UNO präsentiert. 1966 beschloss die UNESCO schließlich eine Resolution, in der die Anerkennung und die Unterstützung des Projektes erklärt wird.

    Auroville soll einen Platz auf Erden darstellen, der keinem Staat und keiner Regierung verpflichtet ist. Alle gutgesinnten Menschen sollen in ihr einen Platz finden, wo sie ein Leben in geistiger Freiheit, Frieden und Harmonie und der bewussten Selbstentwicklung als freie Weltenbürger leben können.

    Die Eröffnungs- und Einweihungszeremonie am 28. Februar 1968 wurde vom indischen Präsidenten und Repräsentanten aus 124 Nationen und 23 Indischen Staaten begleitet, die, um das „universelle“ bzw. „planetare Eigentum“ zu symbolisieren, Erde aus ihren Heimatländern brachten und im Zentrum der Stadt in eine eigens dort für diesen Zweck errichtete, einfache Urne aus weißem Marmor gaben und versiegelten. Rund um die Urne entstand der Versammlungsplatz für die Stadtgemeinschaft und direkt daneben der Matrimandir (ind. Tempel der Mutter).

    In dieser Meditationshalle, befindet sich übrigens der größte Kristall der Welt mit 70 cm Durchmesser. Sonnenstrahlen werden durch Spiegel gebündelt und in die Mitte dieses Kristalls gelenkt. Fast so wie in unserem Bundestag ;-))

    Die Charta Aurovilles
    Anlässlich dieser Gründungsfeierlichkeiten verlas *Mira Alfassa die 4-Punkte-Gründungsurkunde Aurovilles, die ihre Vision von Integralem Leben und Zusammenleben dokumentiert:

    1. Auroville gehört niemandem im besonderen. Auroville gehört der ganzen Menschheit. Aber um in Auroville zu leben, muss man bereit sein, dem Göttlichen Bewusstsein zu dienen.
    2. Auroville wird der Ort einer Erziehung ohne Ende, ständigen Fortschritts und einer Jugend sein, die niemals altert.
    3. Auroville möchte die Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft sein. Durch Nutzung aller äußeren und inneren Entdeckungen wird Auroville zukünftigen Verwirklichungen kühn entgegenschreiten.
    4. Auroville wird der Platz materieller und spiritueller Forschung für eine lebendige Verkörperung einer wirklichen menschlichen Einheit sein.



    Stadtanlage
    Die Stadt Auroville ist in ihrer Form einer Spiralgalaxie nachempfunden. In ihrer Mitte steht das spirituelle Zentrum, das “Matrimandir” und die vier Stadtsektoren, jeweils mit einem Nutzungsschwerpunkt – Kultur, Internationalität, Industrie und Wohnbereich – erstrecken sich davon strahlenförmig über eine Fläche von 25 km², wovon bis jetzt (Stand: 2006) erst 10 km² verwirklicht wurden.

    Das Projekt selbst befindet sich noch im Stadium einer Experimentalstadt. Es stellt den kollektiven Versuch der Realisierung einer Stadtutopie dar, mit neuen Wohn- und Lebensbedingungen zu experimentieren. Darüber hinaus werden andere Formen des sozialen Zusammenlebens durch größere Gemeinschaften (communities) entwickelt. Verschiedene Projekte forcieren die Nutzung alternativer Energiequellen. Zudem wird seit einigen Jahrzehnten wegen der gebietsweise starken Erosion ein für Indien vorbildliches Wiederaufforstungsprogramm durchgeführt.

    Das Leben in Auroville
    Da wir ja nicht gerade von der „Leben-im-Ashram-Sorte“ sind, waren wir glücklich von Hänki doch einige Insider-Infos über das Leben in Auroville zu bekommen:
    „Es gibt mindestens an drei zentralen Orten Kurse rund um Heilung und Tanzen (von den verschiedendsten Formen des Yoga, Caipoera, Pilates, Tai Chi bis hin zum afrikanischer Fitnesstanz bzw. Schwitztanz), Schwimmbecken, westliche Restaurants und Cafés, Läden um Produkte von und über Auroville zu kaufen, ein Stückchen Strand, Einführungsprogramme über Auroville (was ist das überhaupt und wieso leben hier über 1000 Menschen weitweg von der Heimat…), Kommunikationsworkshops usw.

    Problem ist nur, dass der ganze Ort sich auf eine Fläche von ca 50 km erstreckt und man muss einige Kilometer von a nach b fahren, durch den Wald und über sandige Wege, indem man sich ein Fahrrad oder Moped ausleiht.

    Ich habe einen Kurs über Kommunikation mit Pferden mitgemacht und jetzt habe ich wieder Ideen und Visionen für zu hause. Das war richtig gute Arbeit und völlig anders als die schreienden, peitschenden und hackenden Reiter in deutschen Reitställen wie ichs früher erlebt habe und schnell geflüchtet bin aus Mitleid zu den Vierbeinern. Verbunden haben wir das alles mit Prinzipien aus dem Kun Fu und dem Chi Gong! (…)“

    Quelle: Für unsere „Recherchen“ haben wir hier auf wikipedia zugegriffen.

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